Roboter trifft Schulkind – Grundschule nutzt KI zur Sprachförderung

Die aim startet einen bundesweit einzigartigen Feldversuch: Ein KI-Roboter motiviert Grundschulkinder in Heilbronn zum Sprechen.

In Heilbronn ist am Montag ein bundesweit einzigartiges Pilotprojekt zur Sprachförderung mit Künstlicher Intelligenz gestartet. Ein humanoider Roboter soll Grundschulkinder beim Sprechenlernen unterstützen. Das Projekt ist eine Kooperation der aim und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und wird von der Dieter Schwarz Stiftung unterstützt. 

Ziel ist es, neue Formen der Sprachförderung zu erproben und Lehrkräfte zu entlasten. „Das Projekt passt zu Heilbronn. Wir wollen hier Künstliche Intelligenz in die Anwendung bringen“, sagt aim-Geschäftsführer Marco Haaf. „Vor dem Hintergrund des Lehrermangels halte ich diesen Ansatz für sehr interessant – zumal die Lösung mit einem Roboter als Unterstützung in der Sprachförderung auch skalierbar ist.“ 

Laut LMU-Professorin Uta Hauck-Thum ist frühe Sprachförderung entscheidend, damit Kinder aktiv an der digitalisierten Welt teilhaben können. „Grundschulkinder haben gerade einmal zwei Minuten Redeanteil in sechs Schulstunden – das ist natürlich viel zu wenig“, sagt sie. Der Roboter solle Lehrkräfte dabei unterstützen, eine sprachförderliche Atmosphäre im Unterricht zu schaffen. 

Bis 2027 beteiligen sich acht Schulen in Heilbronn im Rahmen des Programms CoTransform Heilbronn an dem Versuch, neue Wege des Lehrens und Lernens zu entwickeln.

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