
QuiK-Lehrgang: Ergebnisse der Wirkungsstudie
Die Qualität frühkindlicher Bildung ist von zentraler Bedeutung für Kinder, ihre Familien und die gesamte Gesellschaft. Eine gute pädagogische Praxis fördert nicht nur die kindliche Entwicklung, sondern stärkt auch Chancengerechtigkeit und Teilhabe. Vor diesem Hintergrund führt die aim Akademie gemeinsam mit der pädquis Stiftung und dem Zentrum für Qualitätsforschung und Monitoring in der Kinder- und Jugendhilfe (ZQM) seit 2021 und bis 2026 das Programm „Qualität in Kindertageseinrichtungen (QuiK)“ durch. Im Mittelpunkt steht dabei die Umsetzung des sogenannten 7-Schritte-Verfahrens zur Qualitätsentwicklung sowie die Arbeit an Schwerpunkten aus dem Nationalen Kriterienkatalog.
Evaluation und erste Ergebnisse
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die wissenschaftliche Begleitung der QuiK-Kurse. Sie untersucht Wirkungen des Programms auf die pädagogische Qualität sowie Gelingensbedingungen und Hemmnisse. Zum Einsatz kommen Methoden wie Beobachtungen, Interviews, Fragebögen und Gruppendiskussionen.
Die vom Projektteam des Zentrums für Qualitätsforschung und Monitoring in der Kinder- und Jugendhilfe der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd erstellten Policy Briefe dokumentieren erste Ergebnisse. Sie liefern wertvolle Hinweise zur Wirksamkeit der im Lehrgang vermittelten Maßnahmen.
Policy Brief I: Bestandsaufnahme und erste Ergebnisse
Die begleitende Wirkungsstudie untersucht, wie sich die Teilnahme am QuiK-Lehrgang auf Einstellungen, pädagogisches Handeln und Prozessqualität auswirkt. Der erste Durchgang (2021–2023) zeigt deutliche positive Veränderungen:
Kompetenzzuwachs und Selbstwirksamkeit: Leitungen bewerten ihr Wissen zu Qualitätsentwicklung und Sprachförderung nach Kursende signifikant höher.
Stärkung der Teamarbeit: In vielen Einrichtungen hat sich die fachliche Reflexion und Zusammenarbeit verbessert.
Impulse für die Praxis: Sprachförderliche Aktivitäten wie Gesprächs- und Erzählanlässe wurden verstärkt umgesetzt.
Erste Qualitätseffekte: Einzelne Einrichtungen zeigen messbare Fortschritte in der sprachbezogenen Prozessqualität.
Damit wird deutlich: Weiterbildung kann ein wirksamer Hebel sein, um die pädagogische Qualität systematisch zu verbessern.
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Policy Brief II: Umsetzung und Weiterentwicklungen
Die Auswertung der beiden folgenden Kursdurchläufe (bis April 2024) bestätigt die positiven Tendenzen:
Zufriedenheit und Praxistransfer: Die meisten Teilnehmenden bewerten Inhalte, Materialien und das 7-Schritte-Verfahren als sehr hilfreich.
Orientierungen und Handeln: Wissen und Handlungsabsichten im Bereich Qualitätsentwicklung steigen deutlich.
Veränderte Praxis: Mehr Vielfalt bei sprachförderlichen Aktivitäten (z. B. phonologische Bewusstheit, Mehrsprachigkeit).
Prozessqualität: Verbesserungen zeigen sich etwa bei Strukturierung der Arbeit oder sprachlich-kognitiven Anregungen.
Rahmenbedingungen: Einrichtungen mit kürzeren Öffnungszeiten und Eigeninitiative profitieren am stärksten.
Die Studie empfiehlt, bei künftigen Weiterbildungen Motivation und Rahmenbedingungen stärker zu berücksichtigen.
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Einen persönlichen Einblick in die Ziele und Erfahrungen mit dem Programm gibt Kursleiterin Marina Jahn im Interview:

