
Forschen verbindet
Der MINTmachtag 2025 in Tauberbischofsheim
Im Sommer verwandelte sich die Tauberbischofsheimer Außenstelle der aim in einen Ort zum Staunen, Tüfteln und Experimentieren: Bereits zum fünften Mal lud die aim gemeinsam mit der Stiftung Kinder forschen zum MINTmachtag ein. Der offene Aktionstag stand 2025 bundesweit unter dem Motto „ZZZAP! BÄM! Mit Energie in die Zukunft“. Diesmal drehte sich alles um die Frage, wie wir in Zukunft wohnen, arbeiten und uns fortbewegen – und wie viel Entdeckergeist und Mitmachlust in kleinen Forscherinnen und Forschern aus dem Main-Tauber-Kreis steckt.
„Dieses Jahr wollen wir besonders auch die Erwachsenen miteinbeziehen“, betonte Nico Neubauer, Leiter der Außenstelle, beim Team-Briefing am Morgen. „Wenn sie mit ihren Kindern gemeinsam forschen, entdecken sie nicht nur die Stationen, sondern auch neue Seiten aneinander.“ Ein Anliegen, das an diesem heißen Sommertag aufging: Immer wieder waren Eltern, Großeltern und Kinder zu sehen, die gemeinsam versuchten, eine Murmel möglichst lange durch eine Kettenreaktion rollen zu lassen oder sich gegenseitig beim Basteln eines Pusteautos anfeuerten.
Vier Forschungsstationen waren im Haus verteilt: Kettenreaktionen auslösen, mit Maud Springer und Julia Müller von der experimenta einen Stromkreislauf bauen, geschickt und berührungslos einen „heißen Draht“ bewältigen und am Tablet Ronjas Roboter durch einen Garten lotsen. Waren alle Stationen erfolgreich absolviert und bunte Tierstempel auf dem Laufzettel gesammelt, gab’s zur Belohnung ein Forschungsdiplom.
„Meine Enkelkinder haben im Vorfeld mit Holzklötzen, Schläuchen und Pappen den Murmelbahnbau getestet“, verriet Bärbel Narciß schmunzelnd. Die langjährige Trainerin der Stiftung Kinder forschen betreute beim Aktionstag die Station mit den Kettenreaktionen. Bald tüftelten erste Kinder an ihren Konstruktionen, mal mit Feuereifer, mal mit Frust, aber immer mit gegenseitiger Unterstützung, auch von Bärbel Narciß.
Trial and Error, Kommunikation, Frustrationstoleranz – ganz nebenbei wurden wichtige Zukunftskompetenzen trainiert.
Der MINTmachtag hat sich in Tauberbischofsheim mittlerweile als gelebte Bildungskooperation etabliert: Vormittags öffnete die aim ihre Türen exklusiv für 35 Sprachförderkinder aus dem evangelischen Kindergarten Tauberbischofsheim, die mit ihren Erzieherinnen eine Sondervorstellung des Mitmachtheaters von Zauberer ZaPPaloTT erleben durften. Mit Liedern, Zaubersprüchen und einem drolligen Dinobaby brachte er nicht nur die Kinderaugen zum Leuchten, sondern vermittelte ganz spielerisch auch erste Impulse zu gesunder Ernährung.
Nachmittags füllte sich die aim mit neugierigen Kindern, ihren Eltern und pädagogischen Fachkräften. Eine von ihnen war schon am Vormittag mit ihrer Kita-Gruppe dabei. Nun besuchte sie den Aktionstag mit den eigenen Kindern: „Ich komme ursprünglich aus dem Pflegebereich und habe bei der aim die Nachqualifizierung zur Kita-Fachkraft gemacht“, erzählte sie. „Die Kurse geben viele gute Impulse, aber ich wünsche mir auch mehr Mut in der Praxis, starre Strukturen aufzubrechen und Innovationen im Sinne der Kinder schneller zuzulassen.“
Auch Frau Antoni, Sprachförderdozentin der aim und Schulbetreuungskraft in Tauberbischofsheim, schaute mit einer Gruppe Schulkinder vorbei. Ihr Appell: „Bildung geht nur gemeinsam. Lehrkräfte brauchen mehr Mut, sprachförderbedürftige Kinder nicht sofort aus dem Regelunterricht zu nehmen. Kinder lernen besser miteinander – wir brauchen eine neue Normalität im Klassenverband. Ich wünsche mir, dass wir Bildung mehr als gemeinschaftliches Erlebnis gestalten und als Möglichkeit, über Grenzen hinweg zu wachsen.“
Dass das funktionieren kann, zeigte der MINTmachtag eindrucksvoll: Die Kinder arbeiteten konzentriert, motivierten sich gegenseitig, schlossen neue Bekanntschaften und wuchsen über sich hinaus. Eine Mutter brachte es auf den Punkt: „Unsere Kinder kommen so gerne zu den Angeboten der aim. Auch bei den letzten beiden MINTmachtagen waren sie dabei. Heute wollten sie auf keinen Fall ins Schwimmbad – das Forschen in der aim und ein Foto mit dem Maskottchen aimy zu ergattern waren ihnen wichtiger.“
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