
2. KI-Fachtag Grundschule zeigt großes Interesse an KI zur Förderung von Basiskompetenzen
Rund 200 Personen diskutierten Chancen und Herausforderungen von KI im Grundschulunterricht
Wie kann Künstliche Intelligenz helfen, Basiskompetenzen in der Grundschule zu stärken? Dieser Frage gingen am 6. November 2025 rund 200 Personen beim 2. KI-Fachtag Grundschule auf dem Bildungscampus Heilbronn nach – organisiert von der aim und dem ZSL BW.
Der Fachtag bringt Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Schulpraxis zusammen, um konkrete Einsatzmöglichkeiten von KI im Unterricht zu diskutieren. Ziel ist es, Orientierung zu geben, Qualitätskriterien sichtbar zu machen und praxisnahe Werkzeuge an die Hand zu geben. Bei der zweiten Ausgabe des Fachtags lag der Fokus auf der innovativen Förderung von Basiskompetenzen mithilfe von KI-Technologien. Die teilnehmenden Lehrkräfte, Schulleitungen, Fortbildende und Personen der Schulaufsicht erörterten intensiv den Transfer zwischen Forschung, Fortbildung und schulischer Praxis.
In seiner Keynote gab Prof. Dr. Thomas Irion von der PH Schwäbisch Gmünd einen Überblick über aktuelle Entwicklungen und diskutierte Potenziale wie auch Risiken. Er betonte: „Entweder wir werden dümmer durch KI, weil wir alles auslagern, oder wir nutzen sie zur weiteren Professionalisierung.“ Viele Teilnehmende nutzten bereits während des Vortrags über die Taskcards-App die Chance, ihre Fragen einzubringen. Besonders gefragt waren Themen rund um Datenschutz, geeignete Tools, Kosten, Bildungs(un)gerechtigkeit und die Frage, wie Lehrkräfte angesichts rascher Entwicklungen up to date bleiben können.
Wie KI den Grundschulunterricht bereichern kann: Einblicke aus den Workshops
In drei Workshoprunden erkundeten die Teilnehmenden konkrete Einsatzmöglichkeiten neuer Technologien. Das Angebot zeigte, wie breit das Anwendungsspektrum von KI in der Grundschule ist – von Sprachbildung über Mathematik bis hin zu Medienkompetenz und Robotik.
Stimmen aus den Workshops zeigten eine Mischung aus Realismus und Aufbruchsstimmung: „Wir gehen morgen direkt zu unserer Schulleitung und klären ab, welche Tools wir zeitnah bekommen können”, sagte eine stellvertretende Schulleitung. Eine Lehrerin: „Ich habe heute viele Verbündete gefunden. Im Lehrerzimmer fühlt man sich manchmal wie ein Alien, aber jetzt weiß ich: Ich bin nicht allein mit meinen Gedanken zu KI im Klassenzimmer.” Und weiter: „Der Tag hat mir Mut gemacht, die nächsten Schritte mit KI zu gehen – ganz egal, wie klein sie auch sein mögen.”
Zum Abschluss wurde deutlich: Die Teilnehmenden nehmen konkrete Ideen, neue Kontakte und viel Motivation mit. Thomas Irion hob die Bedeutung kollektiver Lernprozesse hervor: „Ich bin begeistert, wie viel Potenzial sich hier versammelt hat, um KI in der Grundschule gewinnbringend zu verwenden. Ich hoffe, dass wir unsere Schwarmintelligenz weiterentwickeln können, um KI noch gezielter zur Förderung von Basiskompetenzen einzusetzen.”
Der KI-Fachtag zeigte: Schulen wollen KI-Chancen verantwortungsvoll und praxisnah nutzen – die aim und das ZSL begleiten sie weiter dabei.